ÜBER FOTOGRAFIE

Bilder, Fotos, Images, Key-Visuals - Momente des Lebens. Bevor ich noch wusste, von wem die Aufnahme der Führungsriege von George Bush waren, oder Arnold Schwarzenegger in den Bergen der Rocky Mountains oder R2D2, dem Roboter aus Star Wars in dessen Transportkiste fotografiert wurden, blieben diese "Images" in meinem Gedächtnis gespeichert. Erst Jahre später stellte ich fest, dass der Fotograf eine Frau war - Annie Leibovitz. Die Fotos waren in ihrem Buch "A Photographer´s life" (2005) abgebildet. In den folgenden Jahren entdeckte ich jede Menge Bilder aus ihrem jahrzehntelangem Schaffen. Und es waren noch viele Motive dabei, die ich bereits kannte ohne zu wissen, dass SIE sie fotografiert hatte.

Oder die Porträts von Anton Corbijn mit dem groben Filmkorn und der ungewöhnlichen Schärfe/Unschärfe. Ein Paradebeispiel dafür, dass nicht die Kamera das Bild macht, sondern der Fotograf.

Ja! - da fällt mir noch das Werbesujet einer "Absolut Vodka" Flasche ein. Ich liebte diese s/w Aufnahme und entdeckte auch hier erst Jahre später, dass Helmut Newton dieses Bild machte. Ich habe die Datei im Netz gesucht und auf all meinen Geräten gespeichert, damit ich sie keinesfalls verlieren kann. Später habe ich auch ein paar Bücher aus dem Kernbereich seines Wirkens gekauft  - der Aktfotografie - und habe die Helmut Newton Foundation in Berlin besucht. Absolut sehenswert!

HASSELBLAD

Meine erste Hasselblad - Modell 503CW - habe ich im Jahr 2005 gekauft. Über ebay – aus Japan. Die Anbieter aus Japan haben die schönsten Exemplare mit den besten, meisten und aussagekräftigsten Bildern in der Präsentation zu vernünftigen Preisen.

Die Kameras des V-Systems; die Hassies; die Classics; die 500-er Serie – sind Teil eines super vielseitigen Systems: mit Lichtschachtsucher; mit PM45 Prismensucher oder mit dem PME45 Prismensucher mit integriertem Lichtmesser - alles mit Filmrückteil. Das Ganze geht aber auch mit Polaroidrückteil oder mit digitalem 50MP Rückteil (WOW).

Die 503CW kann man entweder mit dem "normalen" Winder bestücken und manuell das System für die nächste Aufnahme bereit machen, oder mit dem batteriebetriebenem Windergriff.

Ich verwende diese Kamera heute noch (2020) – mittlerweile fast ausschließlich mit S/W Film. Aktuell werden die gescannten Negative natürlich genauso am Computer verfeinert und bearbeitet wie die Daten aus einer Digitalkamera.

HASSELBLAD H-Serie

Im Jahr 2017 habe ich schließlich eine 501 und eine 203FE Kamera gekauft. Die beiden Kameras habe ich mittlerweile wieder verkauft und eine Hasselblad H1 Kamera mit Filmrückteil und Objektiven gekauft. Und auch die H1 habe ich wieder verkauft.

Aber eines nach dem anderen. Die Entscheidung für die H1 habe ich getroffen, als ich bei der Umsetzung meines Buches FACEBOOK die 6x4,5cm Bilder meiner Mamiya 645 verarbeitet habe und gemerkt habe, dass die Qualität der Bilder genauso toll war, wie die Bilder der "großen" Mamiya RZ67 (6x7cm) oder auch der Hasselblad 503 (6x6cm).

Derzeit (05.2018) habe ich einen sehr effizienten Workflow entwickelt. Ich mache mein Studiosetup nach bestem Wissen und persönlicher Vorliebe und teste dann das Licht mit meiner Canon 5D Classic. Das Ergebnis ist extrem nahe an dem Negativ meines aktuellen Films: Kodak Ektar 100. Die Scanqualität der 6x4,5cm Negative reicht problemlos an die eines digitalen Mittelformates heran.

Es sind unterschiedliche Faktoren, warum ich einmal analog und das anderemal digital fotografiere.

HASSELBLAD X-Serie

2019 – die scheinbar "perfekte" Ausrüstung doch nicht die Letzte.

Aktuell setze ich meine fotografische Arbeit mit einer Hasselblad H5D-40 um. Das bedeutet einen komplett digitalen Workflow. Die Qualität der Daten steht außer Zweifel und ist in seiner Flexibilität schier endlos.

Nach einer Produktankündigung im Spätsommer 2019 war ich wieder einmal von den Möglichkeiten der neuen X1D II so dermaßen überzeugt, dass ich sofort eine Vorbestellung getätigt habe. Im Februar 2020 ist schließlich die Lieferung gekommen und hat meine bisherige Situation komplett überworfen.

Ich habe alle Kameras mit Objektiven und Zubehör verkauft (bis auf die 503CW) und fotografiere ab sofort ausschließlich mit der X1D II 50C.

Als Objektive verwende ich das XCD 80 mm 1,9, das XCD 30-70 mm Zoom, das HC 120 mm Macro und das HCD 24 mm Weitwinkel. Die HC-Objektive natürlich mit dem X-H Adapter.

Die Vorzüge der X-Kamera sind die kompakte Bauweise (mirrorless), sowie die Anbindung an iOS oder MacOS (über das interne WiFi Modul), die Sensorgröße, die High-ISO Performance, die Hasselblad Color Engine sowie die Flexibilität und die generelle Qualität.

Obwohl ich die H5D-40 verkauft habe, interessiert mich das H-System nach wie vor. Vielleicht kreuzen sich in Zukunft meine Wege wieder mit einer Hasselblad Kamera des H-Systems?

... und sonst noch etwas?

Abgesehen von den Fotografen der Stars & Celebraties, der Mode und der Frauen gibt es auch solche, die sich sozialen, ökonomischen und politischen Themen widmen. Steve McCurry, James Nachtwey, Nick Brandt, Edward Burtynsky, Sebastiao Salgado oder Andreas Gursky. Speziell Gursky - von der sogenannten Düsseldorfer Schule - ist ein absolut faszinierender Künstler, dessen Arbeiten man nicht vergisst, wenn man sie einmal in einer Ausstellung gesehen hat. Dieses Vergnügen hatte ich einmal im Haus der Kunst in München und dann während eines Urlaubs, einige Jahre später in Stockholm. Faszinierend!

Was macht also die Bilder dieser Leute so einprägsam? Der Schlüssel zu solch eindrucksvollen Arbeiten ist die persönliche Handschrift und Arbeitsweise.

KAMERAS

Canon EOS 5D (sold)
Canon EOS 5D III (sold)
Canon EOS 5Ds

Leica TL2 (sold)
Leica M7 (sold)

Hasselblad 503 CW
Hasselblad CFV50 (sold)
Hasselblad 203 FE (sold)
Hasselblad 501 (sold)
Hasselblad H1D (sold)
Hasselblad H5D (sold)
Hasselblad X1D II 50C

ZUBEHÖR

Studioblitze von Profoto, Stative von Gitzo, Lichtstative von Manfrotto (C-Stands), Lee Filters, PeakDesign Taschen.

HARDWARE / SOFTWARE

Ich arbeite seit Beginn meiner beruflichen Tätigkeit (90er Jahre) mit Apple Computern. Das ist bis dato auch so geblieben. Mein aktueller Rechner ist ein 16" MacBook Pro. Die eingesetzte Software hat sich auch nicht maßgeblich verändert: Hauptsoftware kommt von Adobe CC (Photoshop, Lightroom, Illustrator, InDesign, ...).

REFLEXIONEN

Eigentlich mag ich es gar nicht so sehr, wenn man mich als FOTOGRAF bezeichnet. Das liegt wahrscheinlich an der geringen Wertschätzung in unserer Gesellschaft. Als frei buchbarer Berufsfotograf bin ich ohnehin nicht aktiv. Meine beruflichen Aufträge ergeben sich zu 100% aus den Aufgaben für die Kunden meiner Agentur HÄC-MÄC, die ich gemeinsam mit meinem Freund Jürgen Zwingl betreibe. Das Bestreben in meinen Projekten geht über das reine Fotografieren hinaus und soll in absehbarer Zeit eher im Bereich der Kunst zu finden sein. Eine Mischung aus Handwerk (Fotografie) und Kunst – ein klassisches Kunsthandwerk.